Aktuelles aus dem Schuljahr 2020/2021

Mittelschüler ohne Berührungsängste zur Grabkultur

Gelungenes Schulprojekt rückt historischen Bergfriedhof ins Bewusstsein – Kirche gehört der Jugend.

Ruhpolding. Auf ganz besondere Weise können sich künftig Besucher des alten Bergfriedhofs  durch das engmaschig verzweigte Labyrinth der dort angelegten Grabstätten auf dem Kirchbichl führen lassen – ganz egal ob virtuell von zu Hause aus oder in Echtzeit. Möglich gemacht hat diesen informativen Rundgang per QR-Code ein Schulprojekt der achten Klasse der örtlichen Mittelschule, dessen Ergebnisse die  Jugendlichen um Klassenleiter Martin Blum vor kurzem offiziell präsentieren konnten. Stellvertretend für die gesamte Klasse übergaben die Schüler Michael Pölsterl und Toni Noll zusammen mit ihrem Lehrer einige Exemplare der aufschlussreichen Broschüre, eine Präsentation sowie 3-D-Modelle mit den Motiven des Bergfriedhofs und der Pfarrkirche St. Georg an Pfarrer Otto Stangl.  Die Anregung zur Aktion   kam von der privaten Initiative für Denkmalpflege, der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“. Die größte ihrer Art  in Deutschland schreibt jährlich diese Projekte mit dem Ziel aus, damit sich Jugendliche mit Denkmäler in ihrem Ort beschäftigen und auseinandersetzen. Wie Klassenleiter Martin Blum erzählte, brauchte es keine große Überredungskunst, die Schülerinnen und Schüler für den  Bergfriedhof zu begeistern. Denn das einzigartige Kleinod ist wegen seiner exponierten Lage weitum bekannt  und wird zu allen Jahreszeiten gern besucht.  Außerdem verbindet die junge Generation ein direkter Bezug zu ihren dort beerdigten Vorfahren.

Nachdem die Vorgehensweise geklärt war, musste das engagierte Team angesichts der Objektfülle bald feststellen, dass nicht alle Vorhaben so einfach umzusetzen sind, zumal während des Projektjahres der normale Unterricht weiterlaufen musste. Kein leichtes Unterfangen mit Corona-Schulschließungen und den einhergehenden Maßnahmen. Außerdem sollte der Rundgang einen Querschnitt verstorbener Ruhpoldinger Persönlichkeiten aus Politik, Kunst, der Geistlichkeit sowie verdienten Bürgern zeigen. Auch bei dieser Auswahl tat es den  jungen Projektanten leid, dass man aus Platzgründen viele Menschen, die in Ruhpoldings Vergangenheit weitreichende  Impulse gesetzt hatten, nicht berücksichtigen konnte. Die nächste Frage war, wie und in welcher Form die Ergebnisse präsentiert werden sollten. Hier war insbesondere der Kontakt zu Christopher Trengert und David Stankovic vom BayernLab in Traunstein (Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung) außerordentlich hilfreich. Sie begleiteten das Projekt mit dem nötigen Equipment (Drohne) , mit wertvollen Tipps und helfender Hand. Unterstützung fand das Team zudem beim damaligen Bürgermeister Claus Pichler, Pfarrer Otto Stangl, Friedhofsbeirat Hubert-Georg Braxenthaler, dem ehemaligen Rektor und Heimatforscher Hermann Weigand sowie bei Landeshistorikerin Dr. Lydia Großpietsch, die bis zu ihrem Ausscheiden die Ruhpoldinger Grund- und Mittelschule leitete. Pfarrer Otto Stangl dankte den Jugendlichen, ihrem  Klassenleiter Martin Blum sowie allen Beteiligten für die gelungene Aktion. Sie wird den Bergfriedhof noch mehr ins Bewusstsein der Menschen rücken, ist der Pfarrherr überzeugt: „Zu einer lebendigen Kirche gehört unbedingt die Jugend, denn die Kirche gehört auch euch.“

Über den QR-Code am Eingangsstein aus Ruhpoldinger Marmor oder im Internet: bergfriedhof.gms-ruhpolding.de gelangt man zum virtuellen Rundgang.

Ludwig Schick

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Schulprojekts Bergfriedhof übergaben die Schüler Michael Pölsterl, Toni Noll und ihr Projektleiter Martin Blum eine begleitende Broschüre sowie zwei 3-D-Modelle, die in der Ideenschmiede der achten Klasse Mittelschule entstanden, an Pfarrer Otto Stangl. Fotos: Ludwig Schick

Mittelschüler stellen Gemeinsambank bei strömendem Regen auf

Ruhpolding. Sichtlich Spaß hatten Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse an der Mittelschule bei ihrem praxisbezogenen Projekt „Gemeinsambank“, das sich über den Zeitraum einer ganzen Unterrichts-Woche erstreckte. Nach Fertigstellung der Einzelteile aus den Materialien Beton und Holz erhielt das originelle Sitzmöbel einen festen Platz neben der Skateranlage im Speedwaystadion an der Ecklbrücke. Bis es allerdings so weit war, wartete auf die Siebtklässler eine Menge Arbeit, bis die einzelnen Werkstücke passgenau zusammengefügt und bei strömendem Regen aufgestellt werden konnten. Dabei gingen die jungen Handwerker nicht nur hochmotiviert an die gestellten Aufgaben heran, sondern bewiesen neben Ideenreichtum auch jede Menge Teamfähigkeit. Während sich die Buben mehr mit den rustikaleren Arbeiten wie Betonschleifen und dergleichen beschäftigten, ließen die Schülerinnen ihrer Kreativität im Gestalten der Mosaik-Motive  „a la Antoni Gaudi“ freien Lauf. Ziel der gemeinschaftlichen Aktion sei es in erster Linie, die jungen Menschen praxisnah in verschiedene Handwerksberufe hineinschnuppern zu lassen, betonte Klassenlehrer Wolfgang Mager. Als „Bauleiter“ und Ratgeber hatten die jungen Projektanten mit Bildhauer Christian Heß aus Ullerting am Simsee sogar einen renommierten Künstler zur Seite. Der ehemalige Assistent am Lehrstuhl für bildende Gestaltung an der TU München unterstützt gerne Gemeinschaftsprojekte dieser Art, die zugleich der Talentförderung dienen.

Ludwig Schick

Auch vom strömenden Regen ließen sich die Siebtklässler nicht abhalten, ihr gelungenes Projekt, die „Gemeinsambank“ am Skaterpark im Ruhpoldinger Speedway-Stadion aufzustellen. Begleitet wurde die kreative Aktion von Bildhauer Christian Heß (links hinten) und ihrem Lehrer Wolfgang Mager. Fotos: Ludwig Schick

Waldtag im Bergwalderlebniszentrum

Am Freitag den 16.10.2020 stand für alle Grundschulklassen endlich mal wieder ein Ausflug an. Es ging mit dem Bus ins Bergwalderlebniszentrum. Dort angekommen, übernahmen die angehenden Waldpädagogen ihre zugeteilten Klassen. Für die Klasse 2b wurde der Vormittag rund um das Thema „Eichhörnchen“ gestaltet. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde schlüpften die Kinder in die Rolle der Eichhörnchen. Sie bauten mit besonders großem Eifer kuschelige Nester, sogenannte „Kobel“, für die anstehende Winterruhe. Diese Nester wurden anschließend mit warmen Steinen bestückt und nach einer ausgiebigen Brotzeit durften die Kinder fühlen, wie gut ihre Nester das „Eichhörnchen“ gewärmt haben.

Es folgte ein kurzer Waldspaziergang mit anschließendem Spiel: „Wir verstecken unsere Wintervorräte (Nüsse) für den Winter.“ Jedes Kind bekam 7 Nüsse, die es zu verstecken galt. Anschließend mussten diese, eingebunden in eine Geschichte, nach und nach wieder gefunden werden.

Trotz des schlechten Wetters durften wir einen rundum gelungenen, spannenden und lehrreichen Vormittag mit viel Raum für Spaß und Spiel im Wald verbringen.

Wir kommen gerne wieder!

I. L.

„Friday for blessing“ an der Schule

Normalerweise findet am Freitag in der ersten Schulwoche der ökumenische Schulanfangsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Georg für alle Jahrgangsstufen von der 2. bis zur 9. Klasse statt. Da dies in der gewohnten Weise im „Corona-Jahr“ schwierig bis kaum umzusetzen war, hatten die Religionslehrer/innen der Grund- und Mittelschule die Idee, eine „Segensstation“ für die Schüler/-innen anzubieten – auch in Anlehnung an die Teststationen, die es jetzt vielerorts gibt. So kamen die Schüler/innen klassenweise in den Pausenhof zur Segensstation. Es gab ein Gebet und für alle, die dies wollten, einen Einzelsegen, den die Religionslehrerinnen Rika Wörnle und Eva Auhorn sowie Pfarrer Otto Stangl und Pastoralreferent Georg Gruber persönlich zusprachen. Dazu gab es auch noch als Zeichen für die Kraft und Energie, die für die ganze Schulfamilie und jede/n Einzelne/n von Gott her erbeten wurde, einen Traubenzucker-Lolly. Die Lollys wurden dankenswerter Weise von der Adler-Apotheke für die Schule gespendet. Auch wenn diese Form einen gemeinsamen Gottesdienst mit Gesang und Gebet nicht ersetzen konnte, war dies eine kreative Form, ein religiöses Zeichen zu Beginn des Schuljahres unter den jetzigen Bedingungen zu setzen.

Georg Gruber, Foto: Eva Auhorn

Einschulungsfeier an der Grund- und Mittelschule Ruhpolding

Jeweils 28 und 27 Kinder in den beiden 1. Klassen begrüßten die Schulleiterin Josephine Brunnhuber mit den Klassenlehrerinnen Christine Ordner und Barbara Wolfgruber an der Grundschule Ruhpolding. Mit einem kleinen Theaterstück und Liedern wurden die Schülerinnen und Schüler auf ihr künftiges Schulleben vorbereitet. Auch Bürgermeister Justus Pfeifer und Pfarrer Otto Stangl fanden die richtigen Worte für einen gelungenen Schulstart.

Ich freue mich sehr, mit dem Beginn des neuen Schuljahres 2020/21 die Leitung der Grund- und Mittelschule Ruhpolding übernehmen zu dürfen. Nach neun Jahren Leitung der Grundschule Grabenstätt ist es für mich eine neue Herausforderung die Geschicke in Ruhpolding mit meinem neuen Kollegium gemeinsam zu lenken. Mit meinen Prinzipien „Echtheit, Gerechtigkeit und Empathie“ will ich mich voll in die neue Aufgabe einbringen und für uns alle die sehr gut funktionierende Schule konsequent weiter entwickeln. Ich freue mich sehr, dass ich in einem der schönsten Orte des Landkreises arbeiten darf, um mein Ziel zu erreichen, dass alle gerne in die Schule gehen und gute Erinnerungen an die Schulzeit an die Grund- und Mittelschule Ruhpolding haben.

„Hoit ma z´samm und pack ma des neie Schuijahr o!“

Josephine Brunnhuber

Rektorin der Grund- und Mittelschule Ruhpolding

Die Ferien gehen mit Riesenschritten ihrem Ende entgegen und nächste Woche fängt die Schule wieder an. Wir freuen uns darauf, alle unsere Schüler demnächst wiederzusehen!

Der erste Unterrichtstag ist in diesem Jahr am Dienstag, 8. September 2020.

Unterrichtsbeginn für die Klassen 2 – 9 ist um 08:00 Uhr. Die Schulanfänger werden wegen der vorgegebenen Corona-Hygienemaßnahmen zeitlich versetzt begrüßt und erhalten die genauen Zeiten per Post.

Da es bei den uns zugeteilten Lehrkräften einige Neuerungen gegeben hat, möchte ich gleich die aktuelle Einteilung der Klassen bekanntgeben:

Klasse 1a             Fr. Christine Ordner                           Zi. 202           1. Stock Altbau

Klasse 1b             Fr. Barbara Wolfgruber                      Zi. 203           1. Stock Altbau

Klasse 2a             Fr. Tanja Kreft                                    Zi. 213           1. Stock Altbau

Klasse 2b             Fr. Ida Leitner                                    Zi. 212           1. Stock Altbau

Klasse 3a             Fr. Nicole Rothgänger                       Zi. 302           2. Stock Altbau

Klasse 3b             Fr. Marlene Felser                             Zi. 303           2. Stock Altbau

Klasse 4a             Fr. Simone Maier                               Zi. 301           2. Stock Altbau

Klasse 4b             Fr. Eva Auhorn                                  Zi. 304           2. Stock Altbau

Klasse 5               Fr. Magdalena Seidl                          Zi. 204           1. Stock Altbau

Klasse 6               Fr. Harter                                           Zi. 201           1. Stock Altbau

Klasse 7               Hr. Dr. Wolfgang Mager                     Zi. 102           Parterre Altbau

Klasse 8               Fr. Martina Marquard                         Zi. 103           Parterre Altbau

Klasse 9               Hr. Martin Blum                                  Zi. 211           1. Stock Neubau

Für die ersten Klassen endet der 1. Schultag um 10:30 Uhr, für alle anderen Klassen um 11:10 Uhr.

Unterrichtsschluss am Mittwoch, 09.09.2020 ist für alle Klassen um 11:10 Uhr. Die stundenplanmäßigen Unterrichtszeiten gelten vom 3. Schultag (Donnerstag) an.

Die Mittagsbetreuung startet gleich am ersten Schultag, am 8. September 2020. Sie beginnt jeweils mit dem Ende des Unterrichts um 11:10 Uhr bzw. 12:15 Uhr oder 13:00 Uhr und endet spätestens um 14:00 Uhr.

Die Offene Ganztagesschule beginnt am Mittwoch, 9. September 2020 um 11:15 Uhr. Die Grundschüler treffen sich im Zimmer 306 im 2. Stock im Altbau, die Mittelschüler in den angestammten Räumen im Neubau. Weil an diesem Mittwoch und am Donnerstag die Einteilung für das neue Schuljahr erfolgt, müssen an diesen beiden Tagen alle angemeldeten Schüler kommen.

Für Schüler, die weiter als 2 km von der Schule entfernt wohnen (bzw. 3 km für Schüler ab der 5. Klasse), besteht wie bisher die Möglichkeit, den Schulbus zu benützen. Bitte beachten Sie genau den veröffentlichten Schulbusfahrplan 2020/21. Bei kurzen Schulwegen sollte aber schon aus gesundheitlichen Gründen den Kindern zugemutet werden, dass sie zu Fuß zur Schule gehen oder in den höheren Jahrgangsstufen auch radeln.

An die Eltern unserer Schulanfänger ergeht wie jedes Jahr folgender Aufruf:

Zeigen Sie bitte Ihren Kindern den Schulweg schon vor Schulbeginn, damit sie sich diesen gut einprägen können – dies gilt natürlich auch für den Weg zur Bushaltestelle. Suchen Sie nach einem gefahrlosen Weg, nicht nach dem kürzesten! Gehen Sie diesen Weg mit Ihren Kindern mehrere Male und weisen Sie auf besondere Gefahrenpunkte hin.

Es ist sinnvoll, die Kinder erst nach abgelegter Fahrradprüfung mit dem Fahrrad zur Schule fahren zu lassen. Bitte ermahnen Sie Ihre Kinder auf jeden Fall eindringlich, dass sie auf dem Schulweg per Rad stets mit einem Sturzhelm ausgerüstet sind und dass Kinder bis zum Alter von 10 Jahren den Fußgängerweg benützen sollen. Denken Sie bitte auch daran, dass Sie ihr Kind durch Ihr gutes Beispiel und Ihre eingehende Anleitung im Straßenverkehr am besten für den Schulweg vorbereiten.

Auf ein gesundes Wiedersehen am kommenden Dienstag freuen sich

Josephine Brunnhuber

und alle Kolleginnen und Kollegen

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