Vorwort der Klasse

Im Frühjahr 2019 erhielten wir einen Flyer der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz.“ Dieses jährlich deutschlandweit stattfindende Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, dass sich Jugendliche mit Denkmalen in ihrem Ort beschäftigen und auseinandersetzen. Schnell fiel die Wahl auf den alten Friedhof - auch Bergfriedhof genannt. Nicht nur weil er im Laufe der Jahrhunderte zu einem wirklichen Kleinod wuchs, der einen Besuch wert ist, sondern auch, weil die Ruhpoldinger Bürgerinnen und Bürger mit ihm verwurzelt sind und somit auch wir Schülerinnen und Schüler einen direkten Bezug durch unsere dort beerdigten Vorfahren haben.

Wir beschränkten uns auf Denkmale innerhalb des Areals (der Friedhof an sich, Zeller-Gruft, Steinkreuze, Madonna und Gruftkapelle), da die Aufnahme der umliegenden Objekte den Rahmen gesprengt hätte. Auch mussten wir im Laufe des Projektjahres feststellen, dass wir nicht alle Vorhaben (z. B. nähere Betrachtung der verwendeten Materialien oder die Pflege einzelner Bereiche) umsetzen können. Der normale Unterricht musste ja auch weiterlaufen, was durch die Corona-Schulschließung schwierig genug war.

Eine Auswahl der zu recherchierenden Objekte zu treffen, war der nächste Aspekt. Wir waren uns schnell einig, über welche einzelnen Geschichten des Friedhofs wir berichten wollen. Aber das Interessante und die Wertigkeit eines solch speziellen Denkmals rührt ja nicht nur von seiner Historie per se und den Angehörigen her, die die Grabstellen traditionsbewusst pflegen, sondern auch durch die Personen, die dort bestattet wurden und über die es Geschichten zu erzählen gibt. Die Auswahl der Menschen, die wir in diesem Projekt besonders hervorheben wollten, war schwierig. Wir haben versucht, ein breites Spektrum u. a. aus Politikern, Künstlern, Geistlichen und für die Gemeinde Ruhpolding bedeutenden Personen, die auf dem Bergfriedhof beerdigt sind, in das Projekt aufzunehmen. Alle konnten wir leider nicht berücksichtigen.

Ein besonderer Dank gilt den Personen, die uns in dieser Arbeitsphase unterstützt haben:

  • Claus Pichler, Bürgermeister von Ruhpolding zum Projektbeginn 09/2019, der uns die Verwertung der Inhalte der Chronik von Ruhpolding gestattete.
  • Pfarrer Otto Stangl u. a. Vorsitzender der Katholischen Kirchenstiftung St. Georg, der uns die Erlaubnis für Fotoaufnahmen und den Drohnen-Überflug gab.
  • Hubert Braxentaler, Mitglied des Friedhofbeirats, der uns mit grundlegenden Informationen half.
  • Hermann Weigand, Heimatforscher und ehemaliger Konrektor unserer Schule, der schon lange Jahre Führungen über den Friedhof abhält und dessen Aufzeichnungen wir dankenswerterweise übernehmen durften.

Die nächste Frage war, wie wir unsere Ergebnisse präsentieren wollen? Hier hatten wir das Glück, Kontakt mit Christopher Trengert und David Stankovic vom BayernLab Traustein (Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung) aufbauen zu können. Sie hatten sofort sehr viele Ideen, zeigten uns, mit welcher Hard– und Software sie unser Projekt unterstützen könnten und standen vom Anfang bis zum Ende immer mit helfender Hand zur Verfügung. Ohne sie hätten wir all das nicht erreicht. Vielen herzlichen Dank nochmals auf diesem Wege!

Geschichten soll man aufschreiben, solange noch jemand da ist, der sie erzählen kann. Sonst gerät irgendwann alles in Vergessenheit.

Klasse 8, Grund– und Mittelschule Ruhpolding, Schuljahr 2019/2020

Unter anderem: Markus Baumgartner, Stefan Brand, Lena M. Haßlberger, Lucas Konjitschek, Noah Lindner, Tony Noll, Alina Oberhuber, Michael Pölsterl, Jessica Reichl, Lars Steuer, Dominik Varga, Klassenleiter Martin Blum

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Grund- und Mittelschule Ruhpolding