Dr. h.c. Heinrich Nüßlein

* 20.04.1879 † 12.11.1947

 

Maler

 

 

 

 

Heinrich Nüßlein lebte von 1937 bis 1947 in Ruhpolding neben dem Kurhaus. Er studierte Malerei an der staatlichen Kunstschule in Nürnberg, brach aber nach einem Jahr wegen seines schwachen Sehvermögens das Studium ab und wandte sich dem Kunsthandel zu. Die Bilder Nüßleins sind nicht nach den Regeln einer Schule hergestellt und dürfen bzw. können daher auch nicht nach solchen Maßstäben bewertet werden. So entstanden jene eigenartigen, aus der reinen schöpferischen Kraft fließenden psychischen Gemälde, über die sich das In- und Ausland anerkennend aussprach. Es sind fast ausschließlich Motive geistigen Ursprungs und zwar Landschaften, Genrebilder und Porträts, besonders auch aus vergangenen Zeitaltern, die sich nach bestimmter Konzentration und Einstellung auf eine bestimmte Person oder eine Begebenheit auf den Künstler übertrugen. In Anerkennung „hervorragender Leistungen auf dem Gebiete der metaphysischen Forschung“ verlieh ihm die Université Philotechnique Bruxelles die Ehrenwürde eines „Docteur en Sciences Naturelles“ und das Institut Supérieur Technique Colonial Paris hatte ihm eine Professur gegeben. Der „Seelenmaler“ verstarb am 12. November 1947 in Ruhpolding.

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